Story: Das Tank-Desaster Made by Amigo

Kategorie: Kraftstoffversorgung

  • 25.08.2012
  • 26.08.2017
  • 16 Std.
  • 102,67 €
  • 15
    2

Kurzbeschreibung

Nachdem ich einige kleinere Teile aufbereitet und lackiert hatte, konnte ich mich den größeren Teilen widmen. Als Nächstes war der Tank dran, da dieser auch schon bessere Zeiten gesehen hatte.

25.08.2012 - 29.08.2015

Noch bevor ich überhaupt mit der eigentlichen Restauration der Kreidler angefangen habe, musste ich mich dem Tank widmen, da ich im Sommer noch ein bisschen mit der Florett fahren wollte. Problematisch war das Tankinnere. Leider habe ich davon keine Bilder gemacht, aber der Tank bestand, zumindest im oberen Teil, eher aus Blätterteig. Der Benzinfilter war dadurch ständig zu. Mehr als ein paar 100 Meter konnte man in der Regel nicht fahren (eher "tuckern").

Angefangen habe ich daher erst einmal mit den Innereien und habe mir ein Tankversiegelungskit bestellt. Da ich keinerlei Erfahrungswerte hatte, habe ich mehr oder weniger blind zugegriffen.

Als Erstes musste der Rost raus. Dafür habe ich unsere alte Speismaschine etwas zweckentfremdet. In den Tank habe ich Steine, Schrauben und Muttern gefüllt und wollte alles zusammen recht lange laufen lassen - so der Plan. Allerdings ist mir vorher der Motor der Speismaschine "verreckt":-( Von der Dauer war es augenscheinlich aber trotzdem ausreichend. Noch mal Glück gehabt.

Noch mit Pressluft und Benzin etwas nachgespült - das war's (dachte ich).

Den Tank habe ich dann, wie in der Anleitung der Tankversiegelung beschrieben, mit dem Zeug bearbeitet. Am Ende sah es dann auch soweit ganz gut aus. Also alles wieder montiert . Die Kreidler lief dann zwar etwas besser/länger, richtig Spaß hat es aber nicht gemacht.

Danach folgte in Sachen Tank erst mal eine längere Pause.

07.06.2015 - 26.08.2017

3 Jahre später

Etwa 3 Jahre(!) später ging es dann mit dem Tank endlich weiter ... und zog sich bis Fertigstellung noch 2 Jahre.

Alles noch mal von vorne

Den Tank hatte ich mit Sprühdosen lackiert und dafür extra 2K-Klarlack verwendet. Dieser ist benzinfest und muss vor der Verarbeitung gemischt werden. Dazu ist in der Dose ein kleiner separater Tank integriert, der vor der Lackierung durch einen Mechanismus geöffnet werden muss. Danach wird die Dose lange und kräftig geschüttelt.

Offenbar hat sich der kleine Tank nicht geöffnet. Möglicherweise war auch kein Härter im Tank. Im Ergebnis wurde der Klarlack leider nie richtig trocken. Bei anderen Teilen vorher und nachher gab es keine Probleme.

Der Tank blieb leider leicht "klebrig". Da hat man jeden Fingerabdruck gesehen. Es half alles nichts, der Lack musste wieder runter. Das hört sich jetzt einfach an, aber habt ihr schon mal einen "klebrigen" Tank abgeschliffen? Mit Schleifpapier und Rutscher hatte ich kaum eine Chance, da das Schleifpapier nach wenigen Sekunden total verklebt war und keine Wirkung mehr zeigte. Lösungsmittel hat leider auch nicht funktioniert.

Ich habe den Tank dann komplett sandgestrahlt. Das ging auch nicht supergut, weil die Oberfläche ja etwas weich war und mein Kompressor für das Sandstrahlen nicht dauerhaft genügend Leistung bringt. Es hat also recht lange gedauert und das Strahlgut sah am Ende auch nicht mehr wirklich toll aus:-) So hatte ich mir das mit dem Tank nicht vorgestellt.

Das ganze Prozedere mit Grundierung, Füller, Lack und Klarlack musste natürlich auch noch einmal durchgeführt werden.

Man beachte den kleinen Punkt auf dem Tank. Das war der Landeplatz einer kleinen Fliege:-)

Man beachte den kleinen Punkt auf dem Tank. Das war der Landeplatz einer kleinen Fliege:-)

Noch eine Tankversiegelung

Das war leider noch nicht alles. Irgendwann im ersten Halbjahr 2015 hatte ich den Tank auf der Werkbank. Plötzlich viel mir ein großer Brocken ausgehärtete Tankversieglung entgegen.

Ich habe auch ein Foto gemacht, finde es aktuell aber nicht - deshalb immer alles gleich dokumentieren:-). Scheinbar hat sich das Zeug doch irgendwo gesammelt und ist dann als Klumpen getrocknet.

Ich habe den Tank deshalb noch einmal mit einer anderen Tankversieglung behandelt (FERTAN TAPOX 2-Komponenten). Hier war die Vorgehensweise für die Versiegelung auch anders und man benötigt einen Kompressor zum "Lüften". Bis heute ist soweit alles ok.